Körpersignale erkennen und bewusst auf den eigenen Körper hören.

Körpersignale erkennen: Warum ich heute bewusst auf meinen Körper höre

Körpersignale zu erkennen klingt eigentlich selbstverständlich. Trotzdem habe ich viele dieser Signale lange übergangen oder gar nicht bewusst wahrgenommen.

Spürst du, wann dein Körper müde ist und eigentlich schlafen möchte? Nimmst du Hunger, Durst oder Sättigung bewusst wahr oder ignorierst du solche Signale oft im Alltag?

Erst mit der Zeit begann ich zu verstehen, wie wichtig es für mich ist, genauer hinzuschauen und meinem Körper mehr Gehör zu schenken.

Lange funktionierte vieles einfach irgendwie

Vor allem in jüngeren Jahren hatte ich oft das Gefühl, mein Körper funktioniere einfach.

Wenig Schlaf, langes und unregelmässiges Arbeiten, lange tolle Abende mit Freunden und einem Glas Wein oder dauerhafte Belastung konnte ich problemlos wegstecken.

Mit zunehmendem Alter merkte ich jedoch immer deutlicher, dass mein Körper gewisse Grenzen klarer zeigt als früher.

Vor allem Müdigkeit oder fehlende Regeneration wurden spürbarer.

Welche Körpersignale ich heute bewusster wahrnehme

Ich begann mich bewusster mit Themen wie Schlaf, Belastung, Energie und Regeneration auseinanderzusetzen.

Dabei wurde mir klar, dass sich viele kleine Signale bereits früh zeigen, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät.

Zum Beispiel:

  • schlechter Schlaf
  • innere Unruhe
  • lange Arbeitstage
  • fehlende Konzentration
  • ständige Müdigkeit
  • weniger Belastbarkeit
  • ein dauerhaft erhöhter Puls

Früher hätte ich vieles davon schlichtweg nicht wahrgenommen oder einfach ignoriert.

Heute versuche ich die Signale bewusst wahrzunehmen. Dabei habe ich gelernt, dass nicht jedes einzelne Signal sofort etwas bedeuten muss. Eine schlechte Nacht oder ein anstrengender Tag gehören zum Leben. Interessanter wird es für mich, wenn mehrere Körpersignale gleichzeitig auftreten oder über längere Zeit bestehen bleiben. Dann versuche ich genauer hinzuschauen: Habe ich genügend geschlafen? War die Belastung in den letzten Tagen besonders hoch? Habe ich mich ausreichend bewegt und erholt? Dieses bewusstere Beobachten hilft mir heute, Veränderungen früher wahrzunehmen.

Was mir dabei geholfen hat

Hilfreich war für mich vor allem, gewisse Dinge bewusster zu beobachten.

Dazu gehörte am Anfang, ganz einfach die Müdigkeit, Hunger, Durst oder Sättigung bewusst wahrnehmen.

Später kam dazu:

  • Schlafqualität
  • Ruhepuls
  • Regeneration
  • Bewegung im Alltag
  • Belastung beim Sport
  • mein allgemeines Energiegefühl

Besonders spannend fand ich dabei, wie stark gewisse Gewohnheiten meinen Körper beeinflussen. Dabei hat mich auch meine Garmin Uhr unterstützt. Sie liefert interessante Daten. Dazu aber mehr in einem anderen Beitrag.

-> Welche Garmin-Daten mir wirklich geholfen haben.

Vor allem Schlaf, Stress und Bewegung wirken sich deutlich stärker auf mein Energielevel aus, als ich lange angenommen hatte.

Bewegung statt dauerhafte Erschöpfung

Bewegung statt dauerhafte Erschöpfung

Eine der wichtigsten Veränderungen war für mich regelmässige Bewegung. Dabei geht es mir nicht um extremes Training, sondern vor allem um Kontinuität.

Krafttraining hat bei mir einen deutlichen Unterschied gemacht. Überraschend hilfreich war für mich aber auch lockeres Ausdauertraining. Vor allem ruhiges Joggen im aeroben Bereich hat dazu beigetragen, dass ich mich langfristig belastbarer fühle.

Ich merkte mit der Zeit, dass ich mich nach solchen Einheiten oft klarer, ruhiger und ausgeglichener fühlte. Bewegung kostet zwar zunächst Energie, gibt mir auf längere Sicht aber auch Energie zurück.

Dass regelmässige Bewegung weit mehr als nur die körperliche Fitness beeinflusst, zeigen auch die Schweizer Bewegungsempfehlungen des Bundesamts für Gesundheit. Dort werden unter anderem positive Auswirkungen auf Lebensqualität, psychisches Wohlbefinden und Schlaf beschrieben.

Für mich war deshalb eine wichtige Erkenntnis: Nicht immer ist weniger Belastung die Antwort auf Erschöpfung. Manchmal kann die richtige Form von Bewegung genau das sein, was mir guttut.

Kleine Signale früher erkennen und früher ernst nehmen

Heute versuche ich bewusster wahrzunehmen, wenn mein Körper müde ist oder Regeneration braucht.

Das gelingt nicht immer perfekt.

Trotzdem hilft es mir enorm, gewisse Signale früher zu erkennen und nicht dauerhaft gegen den eigenen Körper zu arbeiten.

Für mich bedeutet Gesundheit heute nicht mehr einfach nur „funktionieren“, sondern den eigenen Körper besser zu verstehen.

Mein Fazit heute

Ich denke, dass viele Menschen gewisse Warnsignale ihres Körpers über lange Zeit ignorieren.

Müdigkeit oder fehlende Regeneration werden oft erst dann ernst genommen, wenn der Körper irgendwann deutlich reagiert, zum Beispiel mit grosser Erschöpfung.

Mir hat geholfen, bewusster hinzuschauen und gewisse Dinge früher wahrzunehmen.

Nicht perfekt.

Aber deutlich bewusster als früher.

-> Mehr zu Regeneration und Schlaf