Früher war ich überzeugt, dass ich genug Eiweiss esse.
Ich trainierte regelmässig, trank fast täglich einen Proteinshake und machte mir über das Thema keine grossen Gedanken.
Wenn irgendwo von Muskelaufbau oder Regeneration die Rede war, dachte ich immer, das betreffe vor allem Leistungssportler oder Menschen, die gezielt Muskeln aufbauen wollen.
Mit der Zeit habe ich jedoch gemerkt, dass mein Körper anders reagiert als früher.
Nicht plötzlich. Nicht extrem. Aber spürbar.
Ich regenerierte langsamer, fühlte mich nach intensiven Wochen schneller erschöpft und verlor schneller Körperspannung, wenn Training oder Ernährung nicht stimmten.
Zuerst suchte ich die Ursache beim Training.
Heute glaube ich, dass ich lange an der falschen Stelle gesucht habe.
Warum mein täglicher Proteinshake nicht die ganze Lösung war
Viele Jahre war ich überzeugt, dass ich beim Thema Eiweiss bereits vieles richtig mache.
Schliesslich trank ich fast täglich einen Proteinshake.
Damit war das Thema für mich eigentlich erledigt.
Erst später wurde mir bewusst, dass ein einzelner Shake noch lange nicht bedeutet, dass man insgesamt genügend Eiweiss zu sich nimmt.
Da ich wenig Milchprodukte und kaum Eier esse, war meine tägliche Eiweisszufuhr vermutlich deutlich tiefer, als ich angenommen hatte.
Diese Erkenntnis hat meinen Blick auf Ernährung komplett verändert.
Die Entdeckung, die mich überrascht hat
Bei meiner Recherche bin ich auf etwas gestossen, von dem ich vorher kaum etwas gehört hatte: Leucin.
Leucin ist eine Aminosäure, die als wichtiger Auslöser der Muskelproteinsynthese gilt.
Vereinfacht gesagt hilft sie dem Körper dabei, Muskelaufbau überhaupt richtig anzustossen.
Besonders spannend fand ich, dass nicht nur die gesamte Eiweissmenge wichtig ist, sondern auch die Qualität der Eiweissquelle.
Plötzlich machte vieles mehr Sinn.
Was ich heute anders mache
Heute denke ich beim Thema Muskelaufbau deutlich weniger an extremes Training.
Ich achte vielmehr auf die Grundlagen:
• genügend Eiweiss über den ganzen Tag verteilt
• regelmässige Bewegung
• Krafttraining
• ausreichend Schlaf
• genügend Erholung
Wenn ich merke, dass ich meinen Eiweissbedarf über die normale Ernährung nicht erreiche, ergänze ich heute bewusst mit einem Proteinshake. Das macht es für mich deutlich einfacher, genügend Eiweiss in den Alltag zu integrieren.
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Mein Fazit heute
Mit über 40 habe ich gelernt, dass Muskelaufbau und Muskelerhalt nicht nur im Fitnessstudio stattfinden.
Oft entscheidet sich bereits am Esstisch, ob der Körper die nötigen Bausteine erhält. Genau das habe ich lange unterschätzt.
Heute weiss ich: Nicht das perfekte Training macht den grössten Unterschied, sondern die Grundlagen, die man jeden Tag umsetzt.
Genau deshalb achte ich heute deutlich bewusster auf meine Ernährung als noch vor einigen Jahren.
Nicht perfekt. Aber bewusster.
Und genau das macht für mich langfristig den Unterschied.
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