Vor meinem 40. Lebensjahr habe ich mir ehrlich gesagt kaum Gedanken über meine Ernährung gemacht. Ich ass, worauf ich Lust hatte, war immer eher schlank und musste nie auf mein Gewicht achten.
Mit der Zeit änderte sich meine Sichtweise.
Nicht, weil ich plötzlich perfekt essen wollte. Sondern weil ich gemerkt habe, dass Ernährung viel mehr mit Energie, Wohlbefinden und Gesundheit zu tun hat, als ich früher dachte.
Mittlerweile gehören einige Gewohnheiten ganz selbstverständlich zu meinem Alltag. Keine davon ist spektakulär. Zusammen haben sie für mich aber einen grossen Unterschied gemacht.
1. Mein erster Entsafter war ein Fehlkauf
Ich wollte endlich etwas für meine Gesundheit tun.
Mir war bewusst, dass ich im Alltag deutlich zu wenig Früchte und vor allem zu wenig Gemüse esse. Deshalb kaufte ich mir meinen ersten Entsafter mit Zentrifugalkraft. Meine Idee war einfach: Wenn ich schon nicht genügend Gemüse esse, dann trinke ich es eben. So hoffte ich, meinem Körper auf einfache Weise mehr Vitamine, Mineralstoffe und andere wertvolle Pflanzenstoffe zuzuführen.
Anfangs war ich begeistert.
Mit der Zeit benutzte ich ihn jedoch immer seltener. Der Saft trennte sich, wurde schnell bräunlich und machte optisch nicht mehr viel her. Irgendwann griff ich immer seltener zum Entsafter.
Später wechselte ich auf einen Slow Juicer.
Seitdem bereite ich wieder regelmässig frische Gemüse und Obstsäfte zu. Der Saft ist für meinen Geschmack homogener, angenehmer zu trinken und macht mir einfach deutlich mehr Freude. Genau deshalb gehört der Slow Juicer heute fest zu meinem Alltag.
2. Wilde Heidelbeeren als Pulver gehören heute fast täglich dazu
Beeren gehören zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Besonders wilde Heidelbeeren enthalten viele Anthocyane. Diese natürlichen Pflanzenstoffe werden wissenschaftlich mit antioxidativen Eigenschaften sowie möglichen positiven Effekten auf Herz Kreislauf System und Gehirn in Verbindung gebracht.
Frische Heidelbeeren sind allerdings nicht immer verfügbar und verderben relativ schnell.
Deshalb verwende ich heute gefriergetrocknetes Pulver aus wilden Heidelbeeren.
Ein Löffel davon landet fast täglich in meinem Birchermüesli, Joghurt, Smoothie oder gelegentlich auch im Eiweissshake.
Für mich ist das eine einfache Möglichkeit, dieses Lebensmittel dauerhaft in meinen Alltag einzubauen. Das Pulver ist lange haltbar, jederzeit verfügbar und unkompliziert.
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3. Eiweiss hat meinen Muskelaufbau verändert
Ich war mein ganzes Leben eher dünn.
Darunter habe ich ehrlich gesagt auch gelitten. Egal wie viel ich ass, ich nahm kaum zu und Muskeln aufzubauen war schwierig.
Erst als ich mich intensiver mit Eiweiss beschäftigte, änderte sich vieles.
Mir wurde bewusst, dass ich zwar genügend Kalorien ass, aber deutlich zu wenig Eiweiss.
Seither achte ich bewusst darauf, jede Mahlzeit möglichst eiweissreich zu gestalten. Zusätzlich ergänze ich meine Ernährung je nach Bedarf mit ein bis zwei Eiweissshakes. Dabei wechsle ich zwischen einem veganen Proteinpulver von iHerb und einem Whey Protein von Amazon. Beide vertrage ich gut und sie gehören inzwischen fest zu meinem Alltag.
Für mich war das die Veränderung mit dem grössten sichtbaren Effekt. Der Muskelaufbau fiel plötzlich deutlich leichter und ich regeneriere mich nach dem Training besser.
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4. Flohsamenschalen statt komplizierte Ballaststoffplanung
Als ich begann, bewusst mehr Eiweiss zu essen, bemerkte ich nach einiger Zeit eine Veränderung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte.
Meine Verdauung funktionierte nicht mehr so gut wie früher. Der Stuhlgang wurde deutlich fester, teilweise klebrig und das Toilettenpapier sprach Bände. Mir wurde klar, dass ich zwar genügend Eiweiss zu mir nahm, meine Ernährung aber gleichzeitig relativ ballaststoffarm geworden war.
Viele eiweissreiche Lebensmittel wie Fleisch, Milchprodukte oder Eiweisspulver enthalten nämlich kaum Ballaststoffe. Diese sind jedoch wichtig für eine normale Verdauung, sorgen für eine längere Sättigung und dienen den nützlichen Darmbakterien als Nahrung.
Ich tue mich allerdings eher schwer mit der regelmässigen Zubereitung und dem Essen von Hülsenfrüchten, obwohl sie zu den besten natürlichen Ballaststoffquellen gehören. Deshalb suchte ich nach einer einfachen Lösung, die ohne grossen Aufwand in meinen Alltag passt.
Diese fand ich in Flohsamenschalen.
Inzwischen mische ich fast täglich einen Teelöffel in meinen Eiweissshake. Sie quellen stark auf, machen den Shake angenehm cremig und helfen mir dabei, genügend Ballaststoffe aufzunehmen. Gleichzeitig sättigen sie sehr gut, was mir heute entgegenkommt. Früher wollte ich unbedingt zunehmen, heute muss ich eher darauf achten, nicht zu viele Kilos auf den Rippen zu haben.
Für mich sind Flohsamenschalen deshalb zu einer einfachen Gewohnheit geworden, die ich nicht mehr missen möchte.
5. Grüner Tee statt Kaffee
Eine weitere Gewohnheit, die ich heute nicht mehr missen möchte, ist grüner Tee.
Warum ich Kaffee fast vollständig ersetzt habe, welche Erfahrungen ich gemacht habe und weshalb ich bis heute dabei geblieben bin, habe ich in einem eigenen Beitrag ausführlich beschrieben.
→ Warum ich Kaffee fast komplett durch Grüntee ersetzt habe
Mein Fazit heute
Wenn ich zurückblicke, fällt mir auf, dass keine dieser Veränderungen mein Leben von einem Tag auf den anderen verändert hat.
Es waren viele kleine Entscheidungen, die sich mit der Zeit zu neuen Gewohnheiten entwickelt haben.
Ich glaube mittlerweile nicht mehr an die eine perfekte Ernährung oder an das eine Wundermittel.
Viel wichtiger ist aus meiner Sicht, Lösungen zu finden, die langfristig zum eigenen Alltag passen.
Genau deshalb gehören sie bis heute zu meinem Alltag. Nicht weil sie ein Wundermittel sind, sondern weil sie mir helfen, gesunde Gewohnheiten einfach und dauerhaft umzusetzen.
Falls dich das Thema interessiert, findest du hier weitere Beiträge rund um Ernährung und Gesundheit.
-> Warum ich aufgehört habe auf Motivation zu warten
-> Warum ich heute bewusst auf meinen Körper höre
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