Warum ich meiner Garmin Sportuhr vertraue und auf meinen Körper höre

Vor meiner Garmin Sportuhr hatte ich bereits eine andere Sportuhr. Mit der Zeit musste ich jedoch feststellen, dass deren Messungen nicht besonders zuverlässig waren. Durch Erfahrungsberichte anderer Nutzer, so wie ich heute selbst einen schreibe, wurde ich auf die Garmin Sportuhr aufmerksam und habe viel gutes über die Messgenauigkeit gelesen. Rückblickend kann ich das definitiv bestätigen.

Mir war vor allem wichtig, eine Sportuhr mit integriertem GPS zu haben, damit ich beim Laufen nicht ständig mein Handy mittragen muss. Nach längerer Recherche entschied ich mich schliesslich für die Garmin Forerunner 265 und kann heute sagen: Diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut.

Als meine Garmin Uhr ankam, wusste ich ehrlich gesagt nicht einmal, dass sie mir Trainings vorschlagen kann.

Für mich war sie einfach eine Sportuhr. Einschalten, loslaufen, die Strecke aufzeichnen und ab und zu auf den Puls schauen.

Mehr erwartete ich gar nicht.

Und genau das machte unglaublich viel Spass.

Der Einstieg ins Laufen

Ich bin regelmässig meine gewohnte Strecke gelaufen. Zwei bis drei Mal pro Woche, immer dieselbe Runde. Das war für mich perfekt. Ich konnte mich steigern, ohne darüber nachzudenken, und hatte das Gefühl, dass mein Körper das gut mitmacht.

Die Uhr lief einfach mit. Mehr habe ich ihr nicht beigemessen.

Dann kam die erste Überraschung

Nach einigen Läufen fiel mir plötzlich auf, dass meine Garmin Uhr mir strukturierte Trainings vorschlug.

Mal war es ein Basislauf, dann ein längerer Lauf. Später wurde sogar ein Schwellenlauf vorgeschlagen und schliesslich ein Intervalltraining. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und ehrlich gesagt wusste ich anfangs auch nicht, was ich davon halten sollte.

Garmin Sportuhr Trainingsvorschlag

Was mich zusätzlich überraschte: Die Garmin schlug nicht nur Laufeinheiten vor, sondern auch Übungen zur Rumpfstabilität. Die Übungen wurden direkt auf der Uhr erklärt. Das zeigte mir, dass Garmin das Training ganzheitlicher betrachtet, als ich erwartet hatte.

Zunächst ignorierte ich die Vorschläge, weil ich mir diese Art von Training nicht zutraute.

Ich lief weiterhin meine gewohnte rund vier Kilometer lange Strecke, genau wie zuvor. Zwei bis drei Wochen lang änderte ich nichts an meiner Routine und hörte einfach auf mein eigenes Gefühl.

Irgendwann wurde ich dann aber neugierig und beschloss, die vorgeschlagenen Trainings doch einmal auszuprobieren. Der erste Schwellenlauf verlief problemlos. Ich fühlte mich fit, war hoch motiviert und hatte sogar das Gefühl, dass ich noch etwas schneller hätte laufen können.

Genau deshalb hatte ich keinen Zweifel daran, auch das nächste vorgeschlagene Training in Angriff zu nehmen.

Die erste Veränderung

Was mir zuerst nicht bewusst war: Die Steigerung ging ziemlich schnell.

Ein Basislauf von 30 Minuten wurde plötzlich zu 40 oder 50 Minuten. Dazu kamen intensivere Einheiten.

Ich habe mich gefordert gefühlt und war total motiviert. Die Fortschritte waren spürbar.

Und genau das war wahrscheinlich der Punkt, an dem ich nicht mehr nur auf mein Gefühl gehört habe, sondern auf die Uhr.

Der Körper meldet sich

Wochenlang funktionierte alles hervorragend. Ich wurde schneller. Die vorgeschlagenen Einheiten wurden länger. Meine VO2max stieg. Ich war überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein.

Ich habe weiter trainiert, habe die Vorgaben umgesetzt und mich an den Plan gehalten.

Bis zu dem Tag, an dem ich ein Intervalltraining gemacht habe.

Während des Trainings war alles noch ok. Danach habe ich etwas in der Achillessehne gespürt. Am Anfang nur leicht aber im Verlauf des Tages wurde es deutlicher und am nächsten Morgen war klar: Das war zu viel.

Was ich nicht verstanden habe

In diesem Moment habe ich zum ersten Mal wirklich verstanden, dass etwas nicht zusammenpasst.

Meine Kondition war gut. Ich fühlte mich fit und war motiviert.

Aber mein Körper hat anders reagiert.

Der eigentliche Unterschied

Die Garmin Sportuhr misst, wie fit mein Herz Kreislauf System ist und schlägt mir aufgrund dieser Werte Trainings vor.

Aber sie spürt nicht, wie belastbar meine Sehnen, Bänder und Strukturen gerade sind.

Und genau dort entsteht die Lücke.

Mein Herz Kreislauf System entwickelt sich schneller als meine Sehnen und Bänder.

Zurück zum Körpergefühl

Ich habe danach nicht aufgehört zu laufen. Aber ich habe begonnen, anders zu entscheiden.

Manchmal habe ich Trainings angepasst. Manchmal verkürzt. Und manchmal bin ich einfach meine alte Strecke gelaufen, weil sie sich richtig angefühlt hat.

Nicht mehr nur nach Vorgabe, sondern wieder mehr nach Gefühl.

Meine Erkenntnis

Heute sehe ich die Garmin nicht mehr als verbindlichen Trainingsplan, sondern als hilfreichen Vorschlag.

Ich vertraue den Daten weiterhin. Aber ich vertraue ihnen nicht mehr blind.

Mein Körper ist nicht weniger wichtig als die Garmin Sportuhr. Im Gegenteil: Er zeigt mir die Grenze, die keine App vollständig messen kann.

Mein Fazit heute

Die Uhr zeigt mir, was möglich ist.

Mein Körper zeigt mir, was sinnvoll ist.

Und genau zwischen diesen beiden Punkten entsteht für mich heute das richtige Training.

Wenn dich interessiert, welche Garmin Daten mir im Alltag wirklich geholfen haben und welche ich kaum beachte, findest du meinen Erfahrungsbericht hier.